Ciampate del Diavolo, Archäologische Stätte am Roccamonfina-Vulkan, Italien
Ciampate del Diavolo ist eine archäologische Stätte an der Flanke des Vulkans Roccamonfina mit einer geneigten Felsoberfläche, auf der drei unterschiedliche Abdrücke von menschlichen Fußspuren in Vulkangestein eingebettet sind. Die Spuren bilden verschiedene Pfade und zeigen Stellen, wo Menschen zum Halten auch ihre Hände auf den steilen Abhang drückten.
Die Spuren stammen aus der Zeit vor etwa 350.000 Jahren und wurden vermutlich von frühen Menschen der Art Homo heidelbergensis hinterlassen, die nach einem Vulkanausbruch über abkühlende Lava gingen. Diese Funde gehören zu den ältesten bekannten Belegen menschlicher Bewegung, die in Gestein konserviert wurden.
Die Bewohner der Gegend nannten diese Spuren Teufelsabdrücke, weil sie glaubten, dass nur übernatürliche Wesen auf heißem Vulkangestein gehen könnten, ohne sich zu verbrennen. Diese Namensgebung zeigt, wie lokale Legenden entstanden, um natürliche Phänomene zu erklären.
Der Ort liegt auf einem steil geneigten Hügel und erfordert gutes Schuhwerk und Vorsicht beim Betreten des Geländes, besonders bei nassen Bedingungen. Ein Besuch ist am besten möglich, wenn man sich Zeit nimmt, um die verschiedenen Spuren sorgfältig zu beobachten, da die Details leicht zu übersehen sind.
Einige der Abdrücke zeigen Handspuren, wo Menschen ihre Handflächen gegen die steile Vulkanoberfläche drückten, um nicht zu rutschen. Diese Handabdrücke gehören zu den ältesten bekannten menschlichen Handeindrücken, die in Stein erhalten sind.
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