Valle Stura di Demonte, Alpental in der Provinz Cuneo, Italien
Das Valle Stura di Demonte ist ein Alpental in der Provinz Cuneo im südwestlichen Piemont, das von der Stura di Demonte, einem Nebenfluss des Tanaro, durchflossen wird. Das Tal erstreckt sich von bewaldeten Hängen und breiten Wiesenflächen im unteren Teil bis zu kahlen Felsen und schneebedeckten Gipfeln in Richtung der französischen Grenze.
Das Tal diente seit der Antike als einer der wichtigsten Übergänge zwischen dem Piemont und der Provence und wurde von römischen Legionen und mittelalterlichen Händlern gleichermaßen genutzt. Der Col de la Maddalena, am Ende des Tals, war über Jahrhunderte ein strategischer Punkt, der von verschiedenen Mächten kontrolliert und befestigt wurde.
Die Dörfer im Tal bewahren eine okzitanische Sprachtradition, die man noch heute in Ortsnamen und lokalen Festen hören kann. Besonders im Sommer finden in den kleinen Gemeinden Märkte und Feste statt, bei denen regionale Produkte wie Käse und Honig aus der Berglandwirtschaft angeboten werden.
Die Hauptstraße durch das Tal ist die Staatsstraße 21, die von Cuneo aus durch alle Talortschaften bis zum Grenzpass führt. Im Winter können Schnee und Eis die Fahrt auf dem oberen Abschnitt erschweren, daher ist eine Überprüfung der Straßenverhältnisse vor der Abfahrt ratsam.
Während des Zweiten Weltkriegs war das Tal ein Rückzugsgebiet für Partisanen, die die schwer zugänglichen Bergweiden und Waldgebiete als Verstecke nutzten. Einige der kleinen Weiler im oberen Tal tragen noch heute sichtbare Spuren dieser Zeit in Form von Gedenkstätten und Inschriften an alten Mauern.
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