Kartause von Padula, Kartäuserkloster im Nationalpark Cilento, Italien
Die Kartause erstreckt sich über ein ausgedehntes Gelände mit drei Kreuzgängen und einem großen Innenhof, umgeben von mehrstöckigen Flügeln, in denen sich Mönchszellen, Wirtschaftsräume und eine Bibliothek befinden. Die Anlage umfasst auch eine Kirche mit barockem Dekor, Gärten mit geometrischen Mustern und unterirdische Gewölbe, die einst als Lagerräume dienten.
Tommaso Sanseverino gründete die Kartause 1306 und weihte sie dem heiligen Laurentius, wobei der Grundriss an das Martyrium des Heiligen erinnert. Über die Jahrhunderte hinweg erweiterten und verzierten aufeinanderfolgende Bauphasen die Anlage, besonders im 17. und 18. Jahrhundert, als barocke Elemente eingefügt wurden.
Das Kloster beherbergt das Archäologische Museum Westlukaniens mit Artefakten aus Ausgrabungen in Sala Consilina und Padula von der Frühgeschichte bis zur hellenistischen Zeit.
Besucher können die gesamte Anlage zu Fuß erkunden, wobei sie durch mehrere Ebenen und Außenhöfe gehen, sodass bequeme Schuhe sinnvoll sind. Führungen erleichtern die Orientierung zwischen den einzelnen Abschnitten und helfen, die Funktion der verschiedenen Räume zu verstehen.
Einer der Kreuzgänge zählt zu den größten seiner Art weltweit und ist von 84 Säulen umgeben, die im Sonnenlicht sanfte Schatten werfen. Im Obergeschoss führt eine spiralförmige Treppe aus weißem Marmor zur früheren Bibliothek, die Besucher oft übersehen.
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