Tempio Malatestiano, Renaissancekathedrale in Rimini, Italien
Der Tempio Malatestiano ist eine Renaissancekathedrale in Rimini, die auf einem früheren gotischen Kirchenbau ruht und mit einer Marmorfassade verkleidet wurde. Im Inneren erstreckt sich ein einziges Schiff mit Seitenkapellen entlang der Wände, die Altäre und Kunstwerke aus verschiedenen Jahrhunderten enthalten.
Sigismondo Pandolfo Malatesta gab 1450 den Umbau der älteren Franziskanerkirche in Auftrag und betraute Leon Battista Alberti mit dem neuen Entwurf. Die Arbeiten zogen sich über Jahrzehnte hin und blieben unvollendet, da politische Kämpfe und finanzielle Schwierigkeiten den Bau immer wieder unterbrachen.
Der Name verbindet sich mit der Herrscherfamilie der Malatesta, die hier ihre Grabstätte einrichtete und das Bauwerk als Zeichen ihrer Macht nutzte. Heute dient es weiterhin als Gotteshaus und beherbergt Gemälde sowie Reliefs, die Besucher aus nächster Nähe betrachten können.
Die Kirche liegt im historischen Stadtkern von Rimini und ist zu Fuß von den meisten Sehenswürdigkeiten gut erreichbar. Besucher sollten auf Gottesdienste Rücksicht nehmen und Zeiten wählen, in denen keine liturgischen Feiern stattfinden.
Entlang der Außenwände verlaufen tiefe Nischen, in denen antike Sarkophage eingemauert wurden, eine für damalige Kirchen ungewöhnliche Gestaltung. Diese Lösung verband den Anspruch auf klassische Würde mit einer neuen Funktion als Grablege für Gelehrte und Hofmitglieder.
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