Palazzo Zuccari, Künstlerhaus im Stadtteil Monti, Rom, Italien
Das Palazzetto Zuccari ist ein barockes Wohnhaus an der Kreuzung von Via Sistina und Via Gregoriana mit auffälligen Fenster- und Türrahmen in Form von Gesichtern. Das Gebäude beherbergt heute die Bibliotheca Hertziana, ein Forschungsinstitut für italienische Kunstgeschichte, das seit 1912 von der Max-Planck-Gesellschaft verwaltet wird.
Der Künstler Federico Zuccari erwarb 1590 Land in der Nähe der Kirche Trinità dei Monti und ließ diesen Palast auf den Ruinen der antiken Gärten des Lucullus errichten. Das Gebäude entstand an einem Ort, der jahrhundertelang von Kunstpraktiken und noblen Residenzen geprägt war.
Der Palast war 1702 Wohnort der polnischen Königin Marie Casimire Louise, die hier ein Theater für Musikaufführungen einrichtete. Die königliche Nutzung prägte das Gebäude als Ort künstlerischen Schaffens und machte es zu einem wichtigen Treffpunkt für Musiker und Kunstmäzene.
Das Gebäude können Besucher von außen sehen und die bemerkenswerten Steinmonster an der Fassade bestaunen. Der Zugang zum Inneren ist normalerweise auf Forscher und angemeldete Gäste beschränkt, daher sollte man den Außenbereich erkunden und die Details der Architektur bewundern.
Die bemerkenswerteste Eigenschaft ist die Verwendung von Steingesichtern als Fenster- und Türrahmen an der Fassade, was dem Gebäude seinen Spitznamen "Haus der Monster" einbrachte. Diese ungewöhnliche Dekoration war ein Ausdruck künstlerischer Kreativität und Eigenwilligkeit, die es zu einer Besonderheit unter Roms Palastarchitektur macht.
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