Gärten des Lucullus, Römische Gärten auf dem Pincio-Hügel, Rom, Italien
Die Gärten des Lucullus waren eine großzügige Anlage auf dem Pincischen Hügel mit mehreren übereinander liegenden Terrassen, die durch prächtige Treppen verbunden waren. An der höchsten Stelle stand ein Rundbau, von dem aus man einen Blick über Rom hatte.
Ein wohlhabender römischer General namens Lucullus ließ diese Anlage in der späten Republik erbauen, nachdem er große Reichtümer aus seinen militärischen Kampagnen gewonnen hatte. Die Konstruktionsmethoden mit opus reticulatum zeigen, wie fortschrittlich die Bautechnik dieser Epoche war.
Die Gärten zeigen, wie wohlhabende Römer ihre Villen als Orte der Entspannung und des Vergnügens gestalteten, weit entfernt von der Geschäftigkeit der Stadt. Die Kombination aus Wohnbereich und sorgfältig angelegten Gärten spiegelt einen neuen Lebensstil wider, der Macht durch persönlichen Luxus ausdrückte.
Die Überreste der Anlage können in den Kellerräumen des Heiligtum-der-Heiligsten-Herz-Klosters besichtigt werden, wo man die antiken Fundamentstrukturen sehen kann. Ein Besuch erfordert vorherige Anmeldung beim Konvent, da die Räume nicht ständig öffentlich zugänglich sind.
Das beeindruckendste Merkmal war eine große zweistöckige Treppe, die in zwei Flügen über die steilste Stelle des Hangs führte und an der Spitze in einer großen halbkreisförmigen Nische endete. Diese Nische diente als Aussichtsplattform und war reich mit Dekorationen versehen.
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