Monte Matajur, Kalksteinberg in den Julischen Alpen, Italien und Slowenien
Der Matajur ist ein Kalksteinberg in den Julischen Alpen, der auf der Grenze zwischen Italien und Slowenien liegt und eine Höhe von 1.642 Metern erreicht. Der Gipfel überragt das Tal des Natisone auf der italienischen Seite und bietet weite Sicht in alle Richtungen, von der Adria bis zu den Alpen.
Im 7. Jahrhundert wurde der Berg unter dem lateinischen Namen Mons Regis erwähnt, was auf frühe mittelalterliche Herrschaft in dieser Region hindeutet. Später bürgerte sich der Name Monte Majori ein, bevor die slawische Bezeichnung Matajur zur gebräuchlichsten Form wurde.
Der Name Matajur leitet sich aus dem Slowenischen ab und bedeutet in etwa 'großer Berg', was die sprachliche Verflechtung dieser Grenzregion widerspiegelt. An der Spitze treffen sich Wanderer aus beiden Ländern auf einem Gipfel, der weder eindeutig italienisch noch slowenisch wirkt.
Wanderwege führen sowohl von der italienischen als auch von der slowenischen Seite auf den Gipfel, wobei die Route vom Rifugio Pelizzo im Süden für Einsteiger am zugänglichsten ist. Das Wetter kann sich in dieser Höhe schnell ändern, daher sind feste Schuhe und eine zusätzliche Schicht Kleidung empfehlenswert.
Während der Kämpfe an der Isonzofront im Ersten Weltkrieg führte ein junger deutscher Leutnant namens Erwin Rommel eine kleine Einheit auf den Gipfel und nahm dabei innerhalb von zwei Tagen mehrere tausend Gefangene. Für diese Leistung erhielt er den höchsten deutschen Kriegsorden, den Pour le Mérite.
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