Tempel der Holländisch-Deutschen Kongregation, Protestantische Kirche in Livorno, Italien.
Der Tempel der hollandisch-deutschen Gemeinde ist ein Kirchengebaude im gotischen Stil mit drei gros en Rosettenfenstern auf der Fassade, das klassische und gotische Elemente kombiniert. Das Interieur folgt calvinistischen Prinzipien und verzichtet auf einen Hauptaltar zugunsten einer erhohten Kanzel mit Treppen auf beiden Seiten.
Das Gebäude wurde 1864 nach Entwürfen des Architekten Dario Giacomelli erbaut, als protestantische Gemeinden ihre Prasenz in Livorno etablierten. Es entstand in einer Zeit, in der die Stadt sich als wichtiger Handelshafen entwickelte und Gemeinschaften aus verschiedenen Landern anzog.
Das Gebäude erinnert an die Gemeinschaften aus den Niederlanden und Deutschland, die hier ihre religiösen Zusammenkünfte abhielten und ihre Traditionen pflegten. Der Ort war ein wichtiger Versammlungsort für diese Gruppen in einer ansonsten katholisch geprägten Stadt.
Das Gebaude liegt zwischen der Piazza della Repubblica und der Piazza Cavour entlang des Fosso Reale Kanals und ist leicht zu Fuss erreichbar. Beachten Sie, dass das Bauwerk derzeit umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchlauft und der Zugang begrenzt sein kann.
Das Interieur folgt calvinistischen Grundsatzen und verzichtet bewusst auf einen zentralen Altar, was einen unerwarteten Einblick in reformatorische Gottesdiensttraditionen gibt. Diese Auslegung des Kirchenraumes unterscheidet sich deutlich von anderen europaischen protestantischen Tempeln derselben Epoche.
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