San Sisto, Renaissancekirche in Piacenza, Italien
San Sisto ist eine Renaissancekirche in Piacenza mit einer Fassade, die Halbsäulen, Pilaster und ein zentrales Rosettenfenster in quadratischer Rahmung zeigt. Das Gebäude verbindet klassische Formensprache mit funktionalem Kirchenraum, der für Gottesdienste und Besichtigungen gestaltet ist.
Die Kirche wurde im Jahr 874 gegründet und war mit einem Benediktinerinnenkloster verbunden, wobei Königin Angilberga, die Gemahlin von Kaiser Ludwig II., die Gründerin war. Sie übernahm später die Leitung des Konvents und prägte damit die Entwicklung der Stätte als religiöses Zentrum.
Der Innenraum zeigt Fresken von Antonio und Vincenzo Campi, während der Chor Altarblätter von Camillo Procaccini und Jacopo Palma il Giovane enthält. Diese Werke prägen das Erscheinungsbild des Raums und zeigen die künstlerischen Vorlieben der Renaissance-Zeit vor Ort.
Das Gebäude liegt an der Via San Sisto 9 und ist täglich von morgens bis zum Nachmittag zugänglich, mit unterschiedlichen Öffnungszeiten am Morgen und später am Tag. Besucher sollten sich vorher über die genauen Öffnungszeiten informieren, da diese variabel sind.
Das Gebäude war einst Heimat von Raffaels berühmtem Gemälde Sixtinische Madonna, das 1754 an den polnischen König Augustus III. verkauft wurde. Dieses Werk ist heute in Dresden zu sehen und gehört zu den wertvollsten Kunstwerken, die die Kirche je beherbergt hat.
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