Reschensee, Künstlicher See in Graun im Vinschgau, Italien
Der Reschensee ist ein künstlicher Stausee in Graun im Vinschgau, Südtirol, der sich über etwa 6,6 Kilometer erstreckt und bis zu einem Kilometer breit wird. Aus dem Wasser ragt der Kirchturm von Alt-Graun, der bei niedrigem Wasserstand teilweise begehbar ist und das markanteste Merkmal der Wasserfläche darstellt.
Zwischen 1947 und 1949 entstand durch den Bau eines Staudamms das heutige Gewässer, das den alten Ortskern von Graun vollständig unter Wasser setzte. Nur der Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert blieb sichtbar und markiert seitdem die Stelle des versunkenen Dorfes.
Der Name des Sees leitet sich von Reschen ab, einem Ort südlich des Stausees, während der Kirchturm heute als regionales Wahrzeichen gilt und auf zahlreichen Postkarten erscheint. Wanderer und Radfahrer folgen dem Uferweg, der sich um das gesamte Gewässer zieht und Ausblicke auf das Bauwerk im Wasser bietet.
Im Sommer nutzen Kitesurfer den Wind, der über die offene Wasserfläche weht, während im Winter bei ausreichend kalten Temperaturen Eissegler auf dem zugefrorenen See fahren. Der Uferweg ist ganzjährig begehbar und eignet sich für Spaziergänge in unterschiedlichen Witterungsbedingungen.
Bei niedrigen Wasserständen im Spätsommer lassen sich die Stufen der alten Kirche erkennen, die zum Turm hinaufführen und einen direkten Zugang zum Bauwerk ermöglichen. Diese Momente ziehen Besucher an, die das versunkene Erbe aus nächster Nähe betrachten möchten.
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