San Pietro di Castello, Insel im östlichen Venedig, Italien
Die Insel San Pietro di Castello liegt am östlichen Ende von Venedig und ist über Brücken und schmale Gassen erreichbar. Das Campo San Pietro, ein begraster Platz mit alten Platanen und einem leicht geneigten Kirchturm, bildet das Herzstück der Insel.
San Pietro di Castello war über Jahrhunderte der religiöse Mittelpunkt von Venedig und beherbergte den Bischofssitz der Stadt, bevor dieser im 19. Jahrhundert in den Markusdom verlegt wurde. Die Kirche, deren Ursprünge bis ins frühe Mittelalter zurückreichen, ist eines der ältesten religiösen Bauwerke der Lagune.
Auf der Piazza vor der Kirche San Pietro treffen sich ältere Bewohnerinnen zum Plaudern im Schatten der Platanen. Das Leben hier wirkt eher dörflich als städtisch, mit Hunden an der Leine, Zeitungslesern auf Bänken und Blumentöpfen auf kleinen Holzterrassen am Kanal.
Die Insel liegt weit genug von den überfüllten Touristenrouten entfernt, um auch im Sommer ruhig zu sein, und ist zu Fuß über die Via Garibaldi erreichbar. Es lohnt sich, früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu kommen, wenn der Platz im Schatten liegt.
Obwohl San Pietro di Castello jahrhundertelang das religiöse Zentrum von Venedig war, kennen heute nur wenige Besucher seinen Namen. Der leicht geneigte, freistehende Kirchturm auf dem Campo fällt beim näheren Hinsehen auf und unterscheidet sich deutlich von anderen Glockentürmen der Stadt.
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