Türme von Bologna, Mittelalterlicher Turmkomplex in Bologna, Italien.
Die Türme von Bologna sind ein Ensemble von mehr als zwanzig mittelalterlichen Steintürmen, die sich über die Dächer der Stadt erheben. Der höchste unter ihnen, der Asinelli-Turm, ragt 97 Meter (318 Fuß) in die Höhe, während sein Nachbar, der Garisenda-Turm, durch seine sichtbare Neigung auffällt.
Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert ließen wohlhabende Familien etwa einhundert Türme errichten, um ihren Status und ihre Macht zu zeigen. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die meisten abgetragen oder in andere Gebäude integriert, sodass heute nur noch etwa zwanzig erhalten geblieben sind.
Der Name der Türme stammt von den Adelsfamilien ab, die sie im Mittelalter errichten ließen, wobei viele Bauwerke noch heute nach ihren ursprünglichen Besitzern benannt sind. Besucher sehen, wie diese Türme das Stadtbild prägen und als Orientierungspunkte zwischen den engen Gassen der Altstadt dienen.
Wer den Asinelli-Turm besteigen möchte, sollte bequeme Schuhe tragen und auf fast fünfhundert Stufen auf schmalen Wendeltreppen vorbereitet sein. Oben angekommen, reicht der Blick über die roten Dächer der Altstadt bis zu den Hügeln am Stadtrand.
Die Garisenda neigt sich stärker als der Turm von Pisa und war für Dante Alighieri eine Inspirationsquelle in der Göttlichen Komödie. Aufgrund zunehmender Instabilität ist der Zugang derzeit gesperrt, und ein umfassendes Sanierungsprojekt soll die Standfestigkeit wiederherstellen.
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