Bosco Verticale, Gebäudekomplex in Porta Nuova, Italien
Bosco Verticale besteht aus zwei Wohntürmen im Mailänder Stadtteil Porta Nuova, die 116 und 84 Meter hoch sind und über ihre Fassaden verteilt 730 Bäume, 5.000 Sträucher und 11.000 Stauden tragen. Die Balkone ragen in unterschiedlichen Tiefen hervor und schaffen für jede Pflanze einen eigenen Raum, während die Wurzeln in großen Behältern verankert sind, die in die Struktur eingebaut wurden.
Die Bauarbeiten begannen im Herbst 2009 auf einem ehemaligen Industriegelände und wurden im Oktober 2014 abgeschlossen. Das Projekt verwandelte eine vernachlässigte Fläche in ein Wohngebiet, das neue Ansätze für Stadtplanung zeigt.
Die Begrünung entspricht der Pflanzenfläche eines Hektars Wald und wird von einem Team spezialisierter Gärtner betreut, die sich mit Kletterausrüstung zwischen den Stockwerken bewegen. Der Name bedeutet wörtlich „senkrechter Wald
Die Türme sind bewohnte Privatgebäude und können nicht von innen besichtigt werden, aber ihre Fassaden sind von den umliegenden Straßen und öffentlichen Plätzen aus gut sichtbar. Die beste Sicht ergibt sich vom Corso Como oder vom Gae Aulenti Platz aus, wo man die gesamte Höhe beider Gebäude überblicken kann.
Die Pflanzen wurden zwei Jahre lang in einer Baumschule vorbereitet, um sich an Wind und Höhe zu gewöhnen, bevor sie in die Türme eingepflanzt wurden. Die Bewässerung erfolgt durch ein automatisches System, das Grauwasser aus den Wohnungen wiederverwendet und über Leitungen in den Balkonböden verteilt.
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