Castra urbana, Militärkaserne im zentralen Rom, Italien
Castra Urbana war ein Kasernenanlage im Zentrum Roms, die innerhalb des dicht besiedelten Stadtgebiets errichtet wurde. Von dem Komplex sind heute nur noch vereinzelte Mauerreste erhalten, die sich zwischen modernen Gebäuden in der archäologischen Zone befinden.
Kaiser Aurelian ließ diese Kaserne im 3. Jahrhundert n. Chr. errichten, um Truppen unterzubringen, die für die Sicherheit in der Stadt zuständig waren. Die Anlage spiegelt wider, wie Rom in dieser Zeit begann, seine Streitkräfte neu zu organisieren.
Die Kasernen waren der Stützpunkt der städtischen Kohorten, Militäreinheiten die in Rom für Ordnung und Sicherheit sorgten. Man sieht heute noch, wie diese Soldaten das tägliche Leben der Stadt prägten und wo sie stationiert waren.
Die Überreste befinden sich östlich des Sonnentempels und sind in das heutige Stadtgefüge eingebettet, weshalb sie leicht zu übersehen sind. Es lohnt sich, langsam durch das Gebiet zu gehen und genau auf die Mauerreste zu achten, die zwischen den Gebäuden hervorragen.
Auf dem Gelände wurden Inschriften gefunden, in denen die zehnte Kohorte Kaiser Caracalla ehrt, was direkte Hinweise auf die Namen und die interne Struktur dieser Einheiten liefert. Solche epigraphischen Zeugnisse sind selten und gehören zu den wenigen schriftlichen Überlieferungen, die eine bestimmte Kohorte direkt mit einem Standort in der Stadt verbinden.
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