Etruskisches Museum Guarnacci, Archäologisches Museum in Volterra, Italien
Das Guarnacci-Museum ist ein archäologisches Museum in Volterra, das in einem historischen Stadtpalast untergebracht ist und Tausende von etruskischen Funden zeigt, darunter Urnen, Bronzefiguren, Keramiken und Grabbeigaben. Die Objekte stammen aus lokalen Ausgrabungen und privaten Schenkungen, die über Jahrhunderte zusammengetragen wurden.
Das Museum wurde 1761 gegründet, als Abt Mario Guarnacci seine archäologische Sammlung und eine umfangreiche Bibliothek der Stadt Volterra schenkte und damit eines der ersten öffentlichen Museen Europas ins Leben rief. Diese Schenkung legte den Grundstein für die systematische Bewahrung des etruskischen Erbes der Region.
Das Museum beherbergt die größte Sammlung etruskischer Urnen in Italien, viele davon mit Reliefdarstellungen aus dem Leben oder aus Mythen. Wer die Urnen genau betrachtet, erkennt, wie die Etrusker Alltagsszenen und Vorstellungen vom Tod in Stein und Ton festhielten.
Das Museum erstreckt sich über mehrere Stockwerke, weshalb Besucher mit Treppen rechnen sollten. Es empfiehlt sich, ausreichend Zeit einzuplanen, da die Zahl der Objekte und ihre Vielfalt einen längeren Aufenthalt nahelegen.
Unter den Bronzeobjekten befindet sich die sogenannte Ombra della Sera, eine schlanke menschliche Figur aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. mit einem außergewöhnlich langgestreckten Körper. Dieser Stil erinnert an die modernen Skulpturen Alberto Giacomettis, obwohl die etruskische Figur mehr als zweitausend Jahre älter ist.
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