Teatro Marrucino, Nationales Kulturerbetheater in Chieti, Italien.
Das Teatro Marrucino ist ein neoklassizistisches Opernhaus mit mehreren Ebenen von Logen und balkonartigen Sitzplätzen, die nach Luigi Darettis Plänen gestaltet wurden. Der Bau zeigt typische Merkmale der Theaterarchitektur des 19. Jahrhunderts mit sorgfältig entworfener Sicht- und Akustikplanung.
Das Haus eröffnete am 11. Januar 1818 mit Rossinis La Cenerentola und wurde zunächst nach dem heiligen Ferdinand benannt. Nach Italiens Wiedervereinigung bekam es seinen heutigen Namen Marrucino.
Das Theater ist eng mit dem Dramatiker Gabriele D'Annunzio verbunden, der hier 1904 sein Stück La figlia di Iorio aufführen ließ. Das Gebäude bewahrt das Originalmanuskript und zeigt damit seine Bedeutung für die italienische Literatur.
Der Veranstaltungskalender bietet das ganze Jahr über Opern, klassische Konzerte und Schauspiele mit dem Status eines Nationaltheaters. Besucher sollten sich vorab informieren, um aktuelle Vorführungen und Eintrittsbestimmungen zu erfahren.
In den 1850er Jahren drohte der Abriss des Gebäudes, doch lokale Bürger retteten es vor Zerstörung. Im Zuge der später erfolgten Renovierung wurde die oberste Sitzreihe, das sogenannte Loggione, hinzugefügt.
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