Palazzo Terragni, Rationalistische Zentrale in Como, Italien
Palazzo Terragni ist ein würfelförmiges Gebäude im rationalistischen Stil in Como, Italien, das sich durch vier unterschiedlich gestaltete Fassaden auszeichnet. Die Anlage umfasst mehrere Ebenen mit einem zentralen Versammlungssaal, der durch ein großes Oberlicht aus Glasbausteinen erhellt wird.
Giuseppe Terragni entwarf diesen Bau zwischen 1932 und 1936 als Sitz der örtlichen faschistischen Partei, wobei er Prinzipien des europäischen Rationalismus anwendete. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Finanzpolizei das Gebäude im Jahr 1957 und nutzt es bis heute als Kommandozentrale.
Der Name des Gebäudes ehrt den Architekten Giuseppe Terragni, dessen rationalistischer Entwurf die Debatte über moderne Architektur in Italien nachhaltig beeinflusste. Heute nutzen Besucher den Innenhof und die Ausstellungsräume für Veranstaltungen zur Architektur und Kunst der Region.
Das Monument erhebt sich an der Piazza del Popolo über vier Stufen, wobei der Haupteingang durch eine fünfbogige Loggia an der Frontseite führt. Besucher sollten beachten, dass das Innere nur während spezieller Ausstellungen oder Veranstaltungen zugänglich ist, da es weiterhin als Behördengebäude dient.
Die Konstruktion kombiniert Bottincino-Marmor, belgischen schwarzen Marmor und Glaselemente, wodurch ein subtiles Wechselspiel von Durchsichtigkeit und Geschlossenheit entsteht. Diese Materialmischung verleiht jeder Fassade einen eigenen Charakter und sorgt dafür, dass sich das Erscheinungsbild des Gebäudes je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen verändert.
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