Chiesa del Gesù, Jesuitenkirche in der ummauerten Stadt Como, Italien
Die Chiesa del Gesù ist eine Kirchenanlage mit einem einzigen, breiten Kirchenschiff und symmetrischen Kapellen an den Seiten, deren Innenraum durchgehend mit Marmor verziert ist. Das Innere folgt einem klaren, rechteckigen Grundriss, der dem Blick eine direkte Bahn vom Eingang zum Hochaltar bietet.
Der Architekt Giovanni Tristano entwarf diesen Sakralbau 1576 während einer Zeit, in der die Kirche ihre Lehren und Praktiken überarbeitete. Das Gebäude zeigt Einflüsse der späten Renaissance und entstand genau in dieser Reformationsphase.
Die Kirche zeigt, wie die Jesuiten Gotteshäuser für ihre Gemeinde gestaltet haben, mit offenen Sichtlinien zum Altar, um alle Gläubigen gleichmäßig einzubeziehen. Dieser Ansatz war für die damalige Reformbewegung ungewöhnlich und prägt bis heute das Raumgefühl beim Betreten.
Die Kirche befindet sich in der Altstadt von Como, umgeben von anderen historischen Gebäuden und gut zu Fuß erreichbar. Als Ort mit religiöser Funktion gibt es dort ruhigere Tageszeiten, besonders morgens, wenn weniger Besucher unterwegs sind.
Entgegen vielen Kirchen jener Zeit hatte diese Kirche zunächst keine Kuppel, was den Innenraum ungewöhnlich hell und offen machte. Erst später wurden Änderungen vorgenommen, doch die ursprüngliche Offenheit prägt bis heute das Raumgefühl.
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