Museo per la Memoria di Ustica, Historisches Gedenkmuseum in Bologna, Italien
Das Museo per la Memoria di Ustica im Bologneser Viertel Bolognina zeigt das teilweise rekonstruierte DC-9-Flugzeug des Itavia-Flugs 870, das am 27. Juni 1980 bei Ustica mit 81 Menschen an Bord abstürzte. Die über 2.000 Wrackteile stehen im ehemaligen ATC-Straßenbahndepot. Um das Wrack herum umfasst Christian Boltanskis Installation 81 pulsierende Lichter und 81 Spiegel; Holzkisten bergen persönliche Gegenstände der Opfer, die den Blicken entzogen sind.
Am 27. Juni 1980 stürzte der Itavia-Flug 870, eine Douglas DC-9 auf dem Weg von Bologna nach Palermo, über dem Tyrrhenischen Meer nahe der Insel Ustica ab; alle 81 Menschen an Bord starben. Die Trümmer wurden geborgen und für die Ermittlungen in einem Militärhangar bei Rom teilweise wieder zusammengesetzt. Das Museum wurde am 27. Juni 2007 eröffnet, nachdem der Opferverband unter Daria Bonfietti die Überführung der Überreste nach Bologna erreicht hatte.
Der französische Künstler Christian Boltanski schuf eine Installation mit 81 schwarzen Spiegeln, pulsierenden Lichtern und Sprachaufnahmen, die die Flugzeugtrümmer umgeben. Die Installation verwandelt den Raum in einen Ort der stillen Erinnerung an jeden einzelnen Passagier.
Das Museum befindet sich in der Stadt Bologna und ist an bestimmten Tagen geöffnet. Besucher sollten sich im Voraus über aktuelle Öffnungszeiten informieren, da diese sich ändern können.
Der Name bezieht sich auf die Insel Ustica, wo das Flugzeug abstürzte, obwohl sich das Museum tausende Kilometer entfernt in Bologna befindet. Diese geografische Versetzung symbolisiert, wie ein Ereignis an einem Ort die Erinnerung an einem anderen prägt.
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