Nome di Gesù, Klassizistische Kirche in Santa Croce, Venedig, Italien
Nome di Gesù ist eine kleine klassizistische Kirche mit Satteldachfassade, die man durch eine hohe Umfassungsmauer mit breitem Tor zwischen zwei rustizierten Pfeilern betritt, die je eine Steinengelstatue tragen. Über der Tür steht am Architrav Ad Maiorem Dei Gloriam, darüber ein Lünettenfenster und ein gezahnter Giebel. Im Inneren trennen zwei stark verjüngte ionische Säulen den einschiffigen rechteckigen Saal vom Presbyterium; an den Wänden stehen in Nischen die Statuen der zwölf Apostel.
Don Giuliano Catullo erwarb das Grundstück 1806, doch erst 1815 begann der Bau, finanziert von Graf Costanzo Taverna und weiteren Privatleuten. Giannantonio Selva entwarf die Kirche; nach seinem Tod vollendete Antonio Diedo sie 1834 während der österreichischen Herrschaft. Das angrenzende Hospiz der Klarissen von 1806 wurde 1846 zum kanonischen Kloster erhoben; im Juni 1849 flohen die Nonnen vor österreichischem Artilleriefeuer nach San Cassiano und dann nach San Francesco della Vigna.
Die Kirche dient heute der griechisch-ukrainischen katholischen Gemeinde als Ort für ihre Gottesdienste und Zusammenkünfte. Dies zeigt die religiöse Vielfalt Venedigs, die über die italienische katholische Tradition hinausgeht.
Die Kirche liegt in der Nähe der Ponte della Libertà und der Piazzale Roma und ist somit leicht für Besucher erreichbar, die mit dem Auto oder Bus nach Venedig anreisen. Der Standort bietet einen guten Zugangspunkt für Reisende aus dem Festland.
Der kleine Glockengiebel auf dem angrenzenden Haus stammt von der geschlossenen Kirche San Basso, nicht von San Geminiano, wie manchmal behauptet wird. Don Giuliano Catullo, der den Bau vorantrieb, war der Ansicht, für die Kirche selbst dürfe kein wiederverwendetes Material verwendet werden.
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