San Costanzo, Kleinbasilika in Perugia, Italien.
San Costanzo ist eine Pfarrkirche direkt außerhalb der Porta San Costanzo am Ende des Borgo XX Giugno, an der Stelle, wo der Heilige begraben wurde. Ihr heutiges Aussehen geht auf 1889 zurück, als Guglielmo Calderini den Hauptbau im neuromanischen Stil neu errichtete und die Fassade mit rosafarbenem Kalkstein aus Assisi verkleidete. Erhalten sind die Apsis und die Ostwand des 12. Jahrhunderts sowie das originale romanische Portal mit Ranken, Tieren und einem segnenden Christus.
Ein erstes Grabmonument für den heiligen Costanzo, den ersten Bischof von Perugia, der bei Foligno den Märtyrertod erlitt, stammt aus dem Jahr 178; später entstand dort eine kleine Kirche, vielleicht San Martino in Ajole. 1205 ließ der Priester Alessio sie auf eigene Kosten vergrößern und festigen, Bischof Viviano weihte sie. Der heutige Bau wurde 1889 nach Plänen von Guglielmo Calderini vollständig neu errichtet; erhalten blieben die Apsis des 12. Jahrhunderts und das Marmorportal.
Die Kirche ist dem heiligen Costanzo gewidmet, den die Tradition als ersten Bischof von Perugia verehrt; er erlitt unter Mark Aurel bei Foligno den Märtyrertod. 1825 brachte eine große Prozession mit weltlichen und kirchlichen Behörden seine Reliquien von der Basilika San Pietro hierher zurück; sie wurden in einem eigens gefertigten Schrein im Altar beigesetzt, zusammen mit einer Ampulle seines geronnenen Blutes und einer Marmorplatte, die den Abdruck seines Körpers tragen soll.
Die Kirche steht gleich außerhalb der Porta San Costanzo am Ende des Borgo XX Giugno im historischen Zentrum von Perugia. An der Nordseite verläuft ein Travertinportikus, den die Bauern früher als Markt nutzten und der den Eingang schützt. Der Platz vor der Kirche wurde 1997 eingeebnet, sodass der Zugang flach und leicht begehbar ist.
1825 brachte eine Prozession die Reliquien des heiligen Costanzo aus der Basilika San Pietro zurück; in den Altar kam ein eigens angefertigter Schrein, dazu ein Fläschchen mit seinem geronnenen Blut und eine Marmorplatte, auf der der Abdruck seines Körpers erhalten sein soll.
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