Antica basilica di San Giovanni Battista, Basilika minor in Monza, Italien
Die antike Basilika San Giovanni Battista in Monza existiert nicht mehr: Sie wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert abgerissen, um dem heutigen Dom Platz zu machen. Schriftliche Quellen beschreiben eine dreischiffige Kirche mit einem quadriportikusartigen Atrium, vermutlich mit kreuzförmigem Grundriss und drei Apsiden. Vom langobardischen Bau sind zwei Marmorplatten mit eingeritzten Kreuzen erhalten, die links vom Vorbau in die Fassade des Doms eingelassen sind, sowie ein über zwanzig Meter hoher Turm östlich der Sakristei, der bis 1606 als Glockenturm diente.
Um 595 gründete Königin Theodelinda die Basilika als Palastkapelle ihres Königspalastes in Monza; 603 war sie bereits geweiht, als Abt Secondo von Non dort ihren Sohn Adaloald taufte. Theodelinda und Adaloald wurden hier 628 und 626 bestattet. Zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert wurde die Kirche samt Palast abgerissen und machte dem heutigen Dom Platz.
Die Basilika wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert abgerissen; ihr Standort liegt unter dem heutigen Duomo. Monza gehört zwar zur Erzdiözese Mailand, feiert aber den römischen Ritus: Der seit Theodelindas Zeit gebräuchliche aquileische Ritus wurde 1596 von Patriarch Francesco Barbaro auf der Synode von Udine abgeschafft. Paulus Diaconus berichtet, Rodoald, der das Grab seines Vaters Rothari geöffnet hatte, sei jedes Mal an der Kehle getroffen worden, wenn er eintreten wollte.
Die Basilika existiert nicht mehr: Sie wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert abgerissen und durch den heutigen Dom ersetzt. Was bleibt, findet sich im und am Dom: drei frühmittelalterliche Gräber unter einer Glasplatte im Boden des linken Schiffes, zwei in die Fassade links des Vorbaus eingelassene Marmorplatten mit Graffitokreuzen und im Dommuseum aufbewahrte Ziegel.
Östlich der heutigen Sakristei steht ein über zwanzig Meter hoher Turm, der bedeutendste erhaltene Rest der langobardischen Anlage, vielleicht von Theodelindas Königspalast. Bis 1606 diente er als Glockenturm. Zwei Marmorplatten mit eingeritzten Votivkreuzen sind links vom Portal in die Fassade des Doms eingelassen.
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