Area marina protetta Santa Maria di Castellabate, Meeresschutzgebiet in der Provinz Salerno, Italien
Das Meeresschutzgebiet Santa Maria di Castellabate umfasst 7.075 Hektar Meer und 2 Hektar Küste in der Gemeinde Castellabate, zwischen der Punta di Ogliastro und der Bucht von Sauco. Es ist in drei Zonen gegliedert: Vollreservat A (169 ha, zwischen Punta Tresino und Punta Pagliarola, Baden verboten), allgemeines Reservat B (3.092 ha, mit einer 134 ha großen Unterzone B1 beim Pinienwald von Licosa) und Teilreservat C (3.699 ha). Der Meeresboden beherbergt Koralligen-Gemeinschaften und Posidonia oceanica-Seegraswiesen.
Das Gebiet wurde nach umfangreichen wissenschaftlichen Studien der Meeresökosysteme in den 1960er Jahren 2009 unter Schutz gestellt. Diese Untersuchungen zeigten die Besonderheit und Vielfalt des Meeresbodens zwischen den Küstenorten Tresino und Licosa.
Der Name des Schutzgebiets stammt vom Küstenort Santa Maria, einer der Meeresfrazioni von Castellabate, die es säumt, neben Tresino, Lago, San Marco, Licosa und Ogliastro Marina. Der Krebstier Syriella castellabatensis, 1975 bei Licosa entdeckt, wurde nach dem Ort benannt. Vor Licosa liegt ein Vermetidenriff aus Dendropoma cristatum, eine mediterrane Biokonstruktion ähnlich tropischer Korallenriffe.
Die Schutzzone teilt sich in drei Bereiche mit unterschiedlichen Regeln für Aktivitäten wie Schwimmen, Tauchen und Bootsfahren. Besucher sollten sich vor Aktivitäten über die geltenden Bestimmungen für ihre gewählte Zone informieren, um die lokalen Regeln einzuhalten.
Wissenschaftler entdeckten eine für die Welt neue Krebsart namens Syriella castellabatensis in den Gewässern des Reservats. Diese Entdeckung unterstreicht die biologische Vielfalt und den wissenschaftlichen Wert dieser Meereszone für die Forschung.
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