Casa Professa dei Padri Gesuiti, Barockes Kirchengebäude in Neapel, Italien
Die Casa Professa dei Padri Gesuiti steht an der Ecke Via Benedetto Croce und Piazza del Gesù Nuovo, auf dem Grundstück des Palazzo Feltre della Rovere aus dem 16. Jahrhundert. Ein Piperno-Portal gegenüber dem Eingangsbogen von Santa Chiara führt in eine Vorhalle, die einen Teil des Jesuitenkreuzgangs einnimmt; innen folgen ein Marmorportal und eine große Ehrentreppe zur Bibliothek.
Der Bau der Casa Professa begann 1608 auf dem Grundstück des Palazzo Feltre della Rovere aus dem 16. Jahrhundert nach einem Entwurf des Architekten Agazio Stoia; die Jesuiten hatten sich 1584 im benachbarten Palazzo Sanseverino niedergelassen. Das Refektorium entstand 1665 bis 1680, die 1685 begonnene Bibliothek wurde erst 1750 von Antonio Sarnelli vollendet. 1860 vertrieb Garibaldi die Jesuiten und beschlagnahmte den Besitz; im Gebäude wurde das erste Lehrerseminar gegründet, das 1923 den Namen Eleonora Pimentel Fonseca erhielt.
Die 1750 von Antonio Sarnelli vollendete Bibliothek ist das kulturelle Herzstück: Ihre Fresken zeigen Ignatius von Loyola neben den Kirchenlehrern Gregor der Große, Ambrosius, Thomas von Aquin, Bonaventura, Hieronymus, Basilius und Gregor von Nyssa. Sehenswert sind der eingelegte farbige Marmorboden, die geschnitzten Holzschränke bis zu den Lünetten des Gewölbes und die Brüstung mit Pflanzenmotiven und Medaillons berühmter Männer.
Das Gebäude liegt im Zentrum Neapels und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Geführte Touren sind verfügbar und erklären die Architektur, religiöse Bedeutung und die Geschichte der Jesuitengemeinschaft an diesem Ort.
Die 1750 von Antonio Sarnelli vollendete Bibliothek besitzt einen Marmoreinlegeboden und geschnitzte Holzschränke, die bis zu den Lünetten des Gewölbes reichen. Umlaufen wird sie von einer fein eingelegten Balustrade mit Medaillons, die Profile berühmter Männer zeigen – ein von unten leicht übersehenes Detail.
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