Cappella Sacrario ai Caduti di Kindu, Gedenkkapelle beim Militärflughafen, Pisa, Italien.
Die Cappella Sacrario ai Caduti di Kindu ist ein Gedenkgebäude in der Südzone von Pisa, das mit einer trapezförmigen Grundform und vier Metallstützen konstruiert wurde. Das Innere hat große Fenster, einen Glockenturm aus Sichtbeton und ist mit schwarzem Marmorboden sowie gefurchten Möbeln ausgestattet, die den Raum hell und strukturiert wirken lassen.
Im November 1961 wurden dreizehn italienische Flieger bei Kindu im Kongo während einer humanitären Mission getötet. Das Verteidigungsministerium wählte mit Mitteln einer Rai-Spendenaktion ein Grundstück beim Militärflughafen Pisa, von dem der Verband gestartet war. Ende 1961 erhielt Giovanni Michelucci den Auftrag; seine Entwürfe wurden aus Geldmangel stark reduziert, die Eisenkonstruktionen entstanden zwischen August und September 1962. Im Frühjahr 1963 war die Kapelle fertig, 1989 wurde sie Militärpfarrei.
Der Name erinnert an Kindu im Kongo, wo im November 1961 dreizehn italienische Flieger getötet wurden. Seit 1989 ist die Kapelle Militärpfarrei, weshalb die Gottesdienste ausgeweitet und die Ausstattung vermehrt wurde. Die drei Glocken, 1963 von der Gießerei Magni in Lucca im Auftrag der Rai gegossen, tragen auf der größten die dreizehn Namen.
Die Kapelle steht auf einem Rasengrundstück direkt neben dem Militärflughafen, an der Via dei Caduti di Kindu; auf der anderen Straßenseite, am Rand des Flugfelds, ist das Flugzeug ausgestellt, in dem die dreizehn Flieger umkamen. Der Ort liegt am südlichen Stadtrand von Pisa, nahe der Bahnlinie und der Aurelia, und ist daher eher mit dem Auto als zu Fuß erreichbar.
Die drei Glocken im Betonglockenturm wurden 1963 von der Rai bei der Gießerei Magni in Lucca in Auftrag gegeben. Die größte trägt die dreizehn Namen der Kindu-Flieger, die mittlere ist der 46. Luftbrigade gewidmet, die kleinste allen Kriegstoten.
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