San Giuliano, Rimini, Renaissancekirche in Rimini, Italien
San Giuliano ist eine Renaissancekirche in Rimini, die zwischen 1553 und 1575 auf dem Gelände einer Benediktinerabtei aus dem 11. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde. Die flache Fassade hat vier toskanische Pilaster, die einen Dreiecksgiebel tragen; links steht ein Backsteinglockenturm. Innen führt ein einschiffiger Raum mit je vier Seitenkapellen zu einer Apsis mit Veroneses Martyrium des heiligen Julian.
Die Kirche wurde zwischen 1553 und 1575 errichtet und ersetzte eine ältere Struktur aus dem 9. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich dieser Ort zu einem wichtigen religiösen Zentrum der Stadt.
Der Name San Giuliano geht auf den Kult des Julian von Antiochia zurück, der sich im 13. Jahrhundert verbreitete. Die Kirche bewahrt einen römischen Sarkophag, den Pilger abschabten, weil sie sein Pulver für wundertätig hielten; die gefundenen Münzen reichen von Konstantin bis Innozenz X. Die Reliquien wurden am 8. Juni 1910 in eine Urne unter dem Hauptaltar überführt.
Die Kirche steht im Zentrum des Borgo San Giuliano am Westufer des Marecchia. Die flache Fassade lässt sich am besten im streifenden Morgenlicht lesen, wenn die vier toskanischen Pilaster und der Metopen-Triglyphen-Trabant Schatten werfen. Im Inneren hat das einschiffige Langhaus je Seite vier eingetiefte Kapellen; das Polyptychon von Bittino befindet sich in der dritten Kapelle links, während die Veronese-Tafel die Apsis schließt.
Eine Marmorurne mit Überresten eines Heiligen soll im 10. Jahrhundert an diesen Ort gekommen sein, was dem Gebäude zusätzliche spirituelle Bedeutung verlieh. Diese Reliquie zog über Jahrhunderte hinweg Pilger an, die diesen Platz besuchten.
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