Collegiata di Castell'Arquato, Romanische Stiftskirche in Castell'Arquato, Italien
Die Collegiata di Castell'Arquato, auch Santa Maria Assunta genannt, ist eine romanische Kirche aus Sandstein mit einer Fassade, die ein Rundbogenportal, eine kleine Bifora darüber und drei kreuzförmige Öffnungen aufweist. Im Inneren befinden sich figürliche Kapitelle aus dem 12. Jahrhundert und Seitenkapellen, darunter die Cappella di Santa Caterina aus dem 15. Jahrhundert mit Fresken der toskanischen Schule. Der Hauptaltar enthält fünf Tafeln aus dem 13. Jahrhundert.
Eine Pfarrkirche mit Taufbecken aus dem 7.–8. Jahrhundert ging dem heutigen Bau voraus; eine Urkunde des 8. Jahrhunderts berichtet, dass der Adlige Magno die Pieve zwischen 756 und 758 errichten ließ und sie bei seinem Tod 789 zusammen mit Burg und Dorf dem Bischof von Piacenza schenkte. Das Erdbeben von 1117 zerstörte diese Kirche; der heutige Bau wurde auf ihren Resten errichtet und 1122 geweiht. Der Glockenturm kam im 13. Jahrhundert hinzu, der Kreuzgang am Ende jenes Jahrhunderts, die Katharinenkapelle Anfang des 15. Jahrhunderts.
Die Kapelle der heiligen Katharina von Alexandrien wurde Anfang des 15. Jahrhunderts angebaut und von einem unbekannten Maler der toskanischen Schule mit dem Zyklus der Passion Jesu, dem Begräbnis Marias und ihrer Glorie ausgemalt. 1899 wurden die Fresken bei den von Erzpriester Cagnoni begonnenen Restaurierungen wiederentdeckt.
Die Kirche ist täglich zugänglich, wobei die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit variieren und im Winter kürzere Stunden haben. Es ist ratsam, früh am Tag zu kommen oder die genauen Zeiten im Voraus zu überprüfen.
Das Tauchbecken in der vierten kleinen Apsis stammt aus dem 7.–8. Jahrhundert und wurde in den 1930er-Jahren wiederhergestellt, nachdem es ab dem 15. Jahrhundert außer Gebrauch geraten war. Es ist das älteste erhaltene Element der alten Pieve, die das Erdbeben von 1117 zerstörte.
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