Forte Michelangelo, Renaissancefestung im Hafen von Civitavecchia, Italien.
Forte Michelangelo ist eine rechteckige Renaissance-Festung von etwa 100 auf 82 Metern am Südende des Hafens von Civitavecchia, deren Mauern mit Travertinblöcken verkleidet sind. Vier runde Ecktürme namens San Paolo, San Pietro, San Romolo und San Giulio stehen an den Ecken, ein achteckiger Bergfried beherrscht die Nordflanke. Im Inneren liegt eine der heiligen Fermina geweihte Kapelle.
Julius II. legte am 14. Dezember 1508 selbst den Grundstein; Donato Bramante begann die Arbeiten, die Giuliano Leno und Antonio da Sangallo der Jüngere fortsetzten. 1535 war die Festung fertig, bis 1537 der achteckige Bergfried. Der Name geht auf eine örtliche, urkundlich nicht belegte Tradition zurück, wonach Michelangelo den Bergfried entwarf.
Die Kapelle der Festung ist der heiligen Fermina geweiht, der Schutzpatronin Civitavecchias, die der Überlieferung nach an dieser Stelle in einer Höhle Zuflucht fand. Die vier Eckbastionen tragen die Namen San Paolo, San Pietro, San Romolo und San Giulio, nach den Aposteln und frühen römischen Märtyrern.
Der innere Hof der Festung ist an Wochenenden zugänglich, wobei Besucher sich auf begrenzte Öffnungszeiten vorbereiten sollten. Da die Kapitänerie des Hafens die Anlage nutzt, kann die Zugänglichkeit variieren und es ist ratsam, vorher zu prüfen.
Der achteckige Bergfried, der Maschio, wird von der lokalen Überlieferung Michelangelo zugeschrieben, ohne dass ein Dokument dies belegt; der Name der Festung beruht auf dieser Tradition. Die Eiche im Wappen Julius' II. am Ostturm markiert die Stelle, an der der Papst am 14. Dezember 1508 den Grundstein segnete und legte.
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