Forte Richelieu, Militärfestung auf den Camaldoli-Hügeln, Genua, Italien
Forte Richelieu ist eine militärische Befestigung in den Camaldoli-Hügeln mit rechteckigem Grundriss, die zwei Stockwerke hohe Kaserne und bastionierte Mauern umfasst. Die Anlage bietet von mehreren Artillerieposten aus Aussicht über die Täler von Quezzi und Sturla.
Der spanische Ingenieur Jacques de Sicre begann 1747 den Bau dieser Festung und benannte sie nach dem Marschall Armand du Plessis de Richelieu während der österreichischen Belagerung Genuas. Die Anlage wurde später als Kriegsgefangenenlager für österreichische Soldaten verwendet.
Das Fort zeigt Schriftzüge und Wandmalereien aus der Zeit seiner Erbauung, die die Identität seiner Erbauer widerspiegeln. Besucher können in den Innenhöfen noch heute die Spuren dieser 18. Jahrhundert-Markierungen erkennen und verstehen, wie das Bauwerk damals genutzt wurde.
Das Fort ist am besten über die Straße Nicolò Copernico mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder über eine militärische Straße vom benachbarten Forte Monteratti erreichbar. Der Ort liegt auf einem Hügel mit gutem Blick auf die Täler, aber Besucher sollten auf unebenes Gelände vorbereitet sein.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Festung in den 1950er Jahren als Standort für eine Rundfunksendeanlage umgenutzt und erhielt damit eine völlig neue Bedeutung. Diese Umwandlung zeigt, wie militärische Strukturen in modernen Zeiten für zivile Zwecke angepasst wurden.
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