Eremo del Deserto, Katholische Einsiedelei in Varazze, Italien
Das Eremo del Deserto ist eine Einsiedelei in den Wäldern oberhalb von Varazze, zwischen 1614 und 1618 gegründet und dem heiligen Giuseppe geweiht. Ein zweigeschossiger Bau an der Westseite eines rechteckigen Kreuzgangs bildet Eingang und Fassade; zehn Mönchszellen mit Gärten säumen Nord- und Südseite, die Kirche steht im Osten.
Die Eremitage wurde zwischen 1614 und 1618 gegründet und dem heiligen Josef geweiht. Die Unbeschuhten Karmeliten übernahmen den Ort 1921 und leiten ihn bis heute. Kardinal Anastasio Alberto Ballestrero ist in der Krypta der Kirche bestattet.
Das Heiligtum ist ein Ort der Andacht, wo Pilger und Besucher die Stille und das Gebet pflegen. Der Ort spiegelt bis heute das religiöse Leben wider, das hier seit Jahrhunderten gelebt wird.
Die Eremitage liegt isoliert in den Wäldern oberhalb von Varazze, nicht im Ortszentrum; sie ist über eine Verbindungsstraße von Varazze oder dem cogoletesischen Weiler Sciarborasca erreichbar. Das Gelände ist von einer etwa 3 Meter hohen und mehrere Kilometer langen Mauer umschlossen. Der Botanische Weg, 1992 von der damaligen Comunità Montana del Giovo angelegt und vom Ente Parco del Beigua verwaltet, verläuft innerhalb dieser Mauer.
Die Mauer um die Einsiedelei ist etwa drei Meter hoch und mehrere Kilometer lang. Innerhalb des ummauerten Waldes liegen abseits der Hauptgebäude kleine, einzeln gelegene Eremitagen, die die Mönche oder Gäste für einige Tage größerer Abgeschiedenheit nutzen.
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