Mausoleo Faccanoni, Eklektisches Mausoleum in Sarnico, Italien
Das Mausoleo Faccanoni ist eine 1907 an den Friedhof von Sarnico angefügte Grabanlage, entworfen von Giuseppe Sommaruga. Eine breite Treppe führt zur Grabädikula mit einer Krypta mit 34 Columbarium-Nischen und dem Monument der Familie Faccanoni; über der Krypta liegt eine Kapelle für Gottesdienste, die über zwei seitliche Treppen erreichbar ist. Niedrige, exedraförmige Bauten verbinden die Anlage mit dem alten Friedhof: links eine Kapelle für den Klerus, rechts eine neue Leichenkammer.
Das Bauwerk entstand 1907 durch einen Auftrag der Familie Faccanoni und wurde vom Architekten Giuseppe Sommaruga entworfen. Sommaruga prägte damals mit seinem Werk die architektonische Entwicklung Sarnicos als führender Gestalter.
Die Brüder Faccanoni finanzierten das Mausoleum, um die kleine Kirche und die Leichenkammer des Friedhofs von Sarnico zu ersetzen, mit einer neuen Kapelle, einer Kapelle für den Klerus und einem Bereich für Kindergräber. Der Christuskopf über dem Kryptadenkmal stammt vom Bildhauer Astolfi, die Putten auf der Spitze von Ambrogio Pirovano. General Alberico Albricci und seine Frau ruhen im oberen Teil.
Der Zugang zum Mausoleum erfolgt über den Friedhof von Sarnico, den die Familie Faccanoni mit einem angrenzenden Grundstück erweiterte und dabei auch eine Fläche für Kindergräber schuf. Eine breite Treppe führt zur Grabkapelle; die obere Kapelle erreicht man über zwei seitliche Treppen. Die niedrigen Exedrenbauten beherbergen links die Priesterkapelle, rechts die neue Leichenkammer.
Das gesamte Bauwerk wurde aus Materialien der Umgebung errichtet: Sarizzo aus dem Val Seriana, Ceppo di Brembate und Sarnico-Stein für verschiedene Elemente. Diese lokalen Steine prägen das optische Erscheinungsbild und verbinden die Struktur mit dem Gebiet.
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