Motovelodromo Fausto Coppi, Radrennbahn in Turin, Italien
Das Motovelodromo Fausto Coppi ist eine Sportanlage in Turin, deren Haupteingang aus drei Rundbogenportalen besteht. Innen verläuft eine ringförmige Betonbahn von 393 Metern Länge und 8 Metern Breite mit überhöhten Kurven aus Stahlbeton; zwei überdachte Holztribünen mit Eternitplatten fassten rund 7.500 Zuschauer, im Ring liegt ein Rasenfeld.
Das Stadion wurde 1920 eröffnet und gehörte zu den ersten seiner Art in Italien. Nach schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde es 1947 wieder aufgebaut und nahm seinen Betrieb erneut auf.
Am 30. September 1990, dreißig Jahre nach dem Tod des Champions, wurde die Anlage nach Fausto Coppi benannt. Es gibt auch eine düstere Verbindung: Sein Bruder Serse, ebenfalls Profiradrennfahrer, stürzte am 30. Juni 1951 nur wenige Hundert Meter entfernt auf dem Corso Casale wegen der Straßenbahnschienen entlang der Bahn und starb an seinen Kopfverletzungen. Der Name verbindet das Stadion somit mit beiden Brüdern Coppi.
Das Stadion liegt im Stadtgebiet von Turin und ist gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Bei schlechtem Wetter sind die Außenanlagen möglicherweise nicht nutzbar, ein Besuch bei trockenem Wetter ist daher empfehlenswert.
Der 393 Meter lange Betonring, 8 Meter breit und mit überhöhten Kurven, ist die älteste noch genutzte Sportanlage des Piemont; deshalb stellte die Soprintendenza sie 1994 unter Schutz. 2004 diente sie bei den Dreharbeiten zur Fernsehserie Il Grande Torino als Kulisse für das Stadio Filadelfia.
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