Titschen, Berggipfel in Südtirol, Italien
Der Monte Pozza, deutsch Titschen, ist ein 1.615 m hoher Berg, der die Stadt Bozen im Süden abschließt. Der Gipfel ist über einen leichten Weg von Südwesten erreichbar; am bewaldeten Hang über Colle di Villa (Bauernkohlern, 1.138 m) verläuft ein breiter Weg über die Schneiderwiesen, ein Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs E5. Ein niedrigerer Felssporn, der Virgolo, überragt die Innenstadt.
Der Name Kohlern, bereits 1270 mit Conradus de Culle belegt, stammt von der Köhlerei: Das Holz des Berges wurde für Bozen zu Holzkohle verarbeitet. 1560 erscheint der Berg als „auf dem Tütschen“, damals Lieferant von Bauholz für die Brücken der Stadt. Die italienische Bezeichnung Monte Pozza geht auf die Italianisierung während des Faschismus im 20. Jahrhundert zurück.
Der Berg trägt zwei Namen: Titschen auf Deutsch und Monte Pozza auf Italienisch, was die zweisprachige Identität Südtirols widerspiegelt. Diese sprachliche Dualität ist im Alltag überall sichtbar und prägt die Wahrnehmung der Landschaft.
Der Gipfel wird zu Fuß erreicht: Von Colle di Villa (1.138 m) umrundet ein breiter Waldweg über Schneiderwiesen den Gipfel, teils auf dem Europäischen Fernwanderweg E5, und ein Weg von Südwesten steigt in knapp zwei Stunden hinauf. Eine schmale Asphaltstraße führt von der Talstation der Kohlerer Seilbahn nach Colle di Villa; Forststraßen nähern sich von Nova Ponente, Wege von Cascata im Eggental.
Der italienische Name Monte Pozza stammt aus der Italianisierung der faschistischen Zeit; der deutsche Name Titschen ist 1560 als „auf dem Tütschen“ belegt, als die Hänge Holz für die Brücken Bozens lieferten. Die Einheimischen nennen oft den ganzen Berg Colle, obwohl dieser Name nur den beiden Weilern Herrenkohlern und Bauernkohlern am Nordhang zukommt.
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