Nostra Signora di Castello, Rokoko-Oratorium in Savona, Italien
Nostra Signora di Castello ist ein einschiffiges Oratorium an der Piazza Sisto IV in Savona, neben dem Rathaus. Der tonnengewölbte Innenraum ist an den Seitenwänden und der Gegenfassade mit hölzernen Chorstühlen ausgekleidet, auf denen die Bruderschaftsmitglieder sitzen; das halbkreisförmige Presbyterium birgt einen Altar von etwa 1920 mit getriebener Silbertür am Tabernakel.
Das Grundstück für das erste Oratorium wurde zwischen 1544 und 1563 erworben, woran eine noch vorhandene Schieferinschrift erinnert. Der Bau des 16. Jahrhunderts, errichtet hinter der Kathedrale Nostra Signora di Castello, wurde durch einen Brand weitgehend zerstört und 1755 neu errichtet. Zwischen 1863 und 1895 wurde das Oratorium in neue Bürgerbauten eingebunden, so wie es heute erscheint.
Die Innenausstattung zeigt Stuck-Arbeiten von Giuseppe Petondi und ein großes Polyptychon aus dem Jahr 1490 von Vincenzo Foppa und Ludovico Brea. Diese Kunstwerke prägen das Erscheinungsbild des Raumes und erzählen von der religiösen Verehrung, die über Generationen hinweg in diesem Gebäude gepflegt wurde.
Der Zutritt erfolgt normalerweise während der üblichen Öffnungszeiten an Wochentagen und manchmal am Wochenende. Es ist ratsam, vorher die genauen Zeiten zu überprüfen, da die Öffnungsverfügbarkeit von saisonalen Änderungen abhängen kann.
Ein Agati-Orgel aus Pistoia befindet sich hinter einem Gemälde von Paolo Gerolamo Brusco an der Rückwand und wurde 2011 restauriert. Dieses Instrument ist ein subtiles Detail, das viele Besucher übersehen, obwohl es eine wichtige Rolle im akustischen Leben des Raumes spielt.
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