Museo delle palafitte di Fiavé, Historisches Archäologiemuseum in Fiavé, Italien.
Museo delle palafitte di Fiavé ist ein Archäologiemuseum in Norditalien, das über 300 Holzgegenstände aus prähistorischen Pfahlbauten am Seeufer ausstellt. Die Sammlung umfasst Küchengeräte, Werkzeuge, Behälter und persönliche Gegenstände, die Archäologen aus dem See geborgen haben.
Die Fundstelle beim Biotop von Fiavé wurde von 1969 bis 1976 unter Renato Perini und danach unter Franco Marzatico vom Amt für archäologische Denkmalpflege Trient mit europäischen Universitäten untersucht. Die Grabungen legten Siedlungen vom Neolithikum bis zur Bronzezeit frei, teils am Ufer, teils auf Plattformen über dem Wasser. Die Funde gehören zum transnationalen UNESCO-Serienobjekt der prähistorischen Pfahlbauten im Alpenraum.
Das Museum befindet sich in der restaurierten Casa Carli im Zentrum von Fiavé. Der Rundgang folgt der Arbeit des Archäologen Renato Perini, der die Hauptgrabungen zwischen 1969 und 1976 leitete, und zeigt, wie die Funde die Debatte über alpine Pfahlbauten prägten, von Ferdinand Kellers Plattformtheorie bis zu den in Fiavé nachgewiesenen Ufer- und Mischsiedlungen.
Das Museum befindet sich in der restaurierten historischen Residenz Casa Carli im Zentrum von Fiavé: Kasse, Buchshop und Räume für didaktische Aktivitäten im Erdgeschoss, die Ausstellungsräume im ersten Stock. Das archäologische Areal und das Biotop Carera liegen etwa 2 km entfernt an der SS 421 und sind von Trient und Riva del Garda erreichbar.
Die Holzfunde sind durch die ständige Feuchtigkeit des Sees so gut konserviert, dass man Schnitzereien und Texturen aus prähistorischer Zeit noch sehen kann. Besonders beeindruckend sind Schmuckstücke aus Bernstein, die zeigen, dass diese frühen Menschen bereits mit fernen Regionen handelten.
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