Piazza Italia, Zentraler Platz in Reggio Calabria, Italien.
Die Piazza Italia, offiziell Piazza Vittorio Emanuele II, ist ein Platz mit quadratischem Grundriss in Reggio Calabria, dessen Südostseite sich zum Corso Garibaldi öffnet; er liegt schräg zu den Himmelsrichtungen. Institutionelle Gebäude säumen ihn: der Palazzo San Giorgio (Rathaus) im Nordosten, der Palazzo del Governo (Präfektur) im Nordwesten, der Palazzo Melissari-Musitano im Südosten und der Palazzo Foti (Provinz) im Südwesten. In der Mitte steht die 1868 aufgestellte Statue der Italia aus weißem Carrara-Marmor von Rocco Larussa.
In der aragonesischen Zeit hieß der Platz Tocco Piccolo, wo der Bürgermeister adliger Herkunft gewählt wurde, während die beiden anderen Bürgermeister am Tocco Grande beim Dom gewählt wurden. Nach dem Erdbeben von 1783 wurde er nach dem Projekt von Giovan Battista Mori angelegt. 1860 wurde das bourbonische Denkmal abgerissen und der Platz nach Vittorio Emanuele II benannt; nach dem Erdbeben von 1908 wurde er nach dem Plan von Pietro De Nava wiederaufgebaut, mit Änderungen 1914.
Der volkstümliche Name des Platzes stammt von der Statue der Italia aus weißem Carrara-Marmor von Rocco Larussa, die 1868 in der Mitte aufgestellt wurde. Die Bewohner nannten ihn auch piazza 'Ndagghi, einen Ort des Verweilens und Ausruhens, und unter französischer Herrschaft piazza Mercato.
Der Platz öffnet sich mit seiner Südostseite zum Corso Garibaldi und folgt dem Straßennetz der Altstadt in schräger Lage zu den Himmelsrichtungen. Die Grabungen von 2000 bis 2004 im Südostbereich erreichten rund sechs Meter Stratigraphie unter dem heutigen Pflaster.
Die Grabungen zwischen 2000 und 2004 im südöstlichen Bereich legten rund sechs Meter Stratigraphie und elf Bauphasen frei, von einer Steinmauerstruktur des 8. Jahrhunderts v. Chr. bis zu einer römischen Basaltstraße, die mit dem heutigen Corso Garibaldi übereinstimmt.
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