Palazzo Fibbioni, Renaissancepalast in L'Aquila, Italien.
Der Palazzo Fibbioni steht an der Kreuzung Quattro Cantoni, dem Zentrum des Cardo-Decumanus-Rasters von L'Aquila, und bildet mit dem angrenzenden Palazzo Lopez einen einzigen Komplex. Seine beiden öffentlichen Fassaden an der Via San Bernardino und am Corso Vittorio Emanuele sind jeweils horizontal dreigeteilt; die Hauptfassade besitzt ein rustiziertes Portal aus dem 16. oder 17. Jahrhundert, um das klassische rechteckige Öffnungen gruppiert sind. Im Inneren befinden sich Holzdecken mit Gemälden von Giovan Paolo Cardone, einem Schüler von Pompeo Cesura.
Bartolomeo del Secco zog im 16. Jahrhundert aus der Provinz Novara nach L'Aquila und erhielt dort den Beinamen „Fibbione“; sein Sohn Giambattista wohnte bereits 1578 im Palast. Vom Erdbeben 1703 beschädigt, wurde er 2009 erneut getroffen und von 2012 bis August 2014 restauriert. Die letzten Erbinnen, Teodora und Agnese Fibbioni, gründeten 1899 eine Stiftung zur Verwaltung und zum Schutz des Gebäudes.
Der Name Fibbioni geht auf den Beinamen «Fibbione» zurück, den Bertolomeo del Secco in L'Aquila erhielt, nachdem er im 16. Jahrhundert aus der Gegend von Novara zugezogen war. Die Familie erlosch Ende des 19. Jahrhunderts; 1899 gründeten die letzten Erbinnen Teodora und Agnese Fibbioni eine Stiftung zur Verwaltung und zum Schutz des Gebäudes.
Der Palast steht an der Kreuzung Quattro Cantoni, wo die Via San Bernardino auf den Corso Vittorio Emanuele trifft, und ist zu Fuß vom Stadtzentrum aus erreichbar. Von 2015 bis 2023 beherbergte er die Gemeindeverwaltung und birgt noch heute einige Gemeindebüros; er ist ein Verwaltungsgebäude, kein Museum, zugänglich sind nur die öffentlichen Bereiche.
Im Inneren befinden sich aufwendig gestaltete Holzdecken und Gemälde von lokalen Künstlern, die den Renaissance-Stil der Zeit prägen. Diese dekorativen Elemente zeigen, wie wohlhabende Familien ihre Häuser mit Kunstwerken ausstatten wollten.
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