Piacenza cable-stayed bridge, Eisenbahnbrücke in Piacenza, Italien.
Die Piacenza-Schrägseilbrücke ist eine Eisenbahnbrücke, die sich über 1343 Meter über den Fluss Po erstreckt und dabei zwei Hauptpylone von etwa 60 Metern Höhe aufweist, die das Tragwerk stützen. Die Konstruktion verbindet Piacenza und San Rocco al Porto und ermöglicht den Durchgang hochgeschwindiger Züge über den Fluss.
Der Bau begann am 15. Juli 2002 mit der Grundsteinlegung im Beisein von Silvio Berlusconi und Pietro Lunardi; der Ingenieur war Mario Paolo Petrangeli, die Kosten betrugen 43 Millionen Euro. Die Brücke wurde am 19. Juni 2006 eingeweiht, danach wurden Gleise und Anlagen installiert. Der reguläre Betrieb begann am 14. Dezember 2008, nach einer feierlichen Fahrt Mailand-Bologna am Vortag.
Die Brücke führt die Hochgeschwindigkeitsstrecke Mailand–Bologna über den Po, zwischen den Ortsteilen Bosco dei Santi in Piacenza und Mezzana Casati in San Rocco al Porto. Ihr Überbau quert den Fluss in einem Winkel von etwa 22 Grad zur Senkrechten der Strömung, eine Vorgabe der Schifffahrt.
Die Brücke ist mit Zugverkehr vollständig in Betrieb und kann von außen besichtigt werden, etwa von den nahe gelegenen Uferbereichen oder Straßenüberführungen. Eine gute Möglichkeit, sie zu sehen, ist eine Zugfahrt über die Brücke selbst oder ein Besuch in den angrenzenden Gemeinden.
Die Brücke überquert den Po in einem Winkel von etwa 22° zur Senkrechten der Strömung, nicht rechtwinklig. Die Planung war durch die ARNI, die emilianisch-romagnolische Schifffahrtsbehörde, bestimmt, die freie Spannweiten von mindestens 70 m verlangte, sowie durch das Umweltministerium, das die Lösung mit einem einzigen Mittelpfeiler blockierte. Das Deck hält zudem 6,8 m Freibord über dem höchsten schiffbaren Wasserstand.
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