Porta Maggiore, Mittelalterliches Stadttor in Bologna, Italien
Porta Maggiore ist ein Tor aus dem Mittelalter im Osten Bolognas, das zwei aufeinanderfolgende Spitzbögen aus Ziegeln aufweist und als historischer Durchgang in der alten Befestigungsmauer dient. Die Struktur verbindet die Strada Maggiore mit der Via Mazzini und bildet einen wesentlichen Teil des erhaltenen mittelalterlichen Verteidigungssystems der Stadt.
Das Tor wurde im 13. Jahrhundert erbaut und erlebte unter Papst Julius II. um 1507 bedeutende Umgestaltungen. Die späteren Reparaturen von 1770 unter Giovanni Giacomo Dotti gaben dem Bauwerk seine heutige Form.
Das Tor markiert einen Ort, wo Altstadt und Außenviertel aufeinandertreffen, und Bewohner nutzen es täglich als Durchgang zwischen verschiedenen Stadtteilen. Der Ziegelbau prägt das Stadtbild und zeigt, wie mittelalterliche Strukturen noch immer den Alltag der Menschen beeinflussen.
Das Tor steht an der Kreuzung mit der Viale di Circonvallazione und ist für Fußgänger und Fahrzeuge frei begehbar und befahrbar. Es gibt keine besonderen Zugangsbeschränkungen, sodass man es jederzeit durchqueren kann.
Ein öffentlicher Protest im Jahr 1903 verhinderte den vollständigen Abriss des Tors und führte stattdessen zu Bewahrungsmaßnahmen unter Leitung von Alfonso Rubbiani. Diese Aktion zeigt, wie Bürger aktiv die städtische Geschichte schützten.
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