Pieve di San Paolo, Romanische Kirche in Capannori, Italien.
Die Pieve di San Paolo ist eine romanische Kirche in Capannori mit drei Schiffen, einer Giebelfassade, Pilastern und neoklassizistischen Elementen an den Seiten, während ein Glockenturm vor der Fassade steht. Das Bauwerk wurde erhöht auf einer Plattform ein Meter über der Straße errichtet, um Schutz vor Hochwassern des nahe gelegenen Serchio-Flusses zu bieten.
Die älteste Pieve im Gebiet von Capannori wurde um 405 von den Goten teilweise zerstört und vermutlich von San Frediano, Bischof von Lucca 561–589, wieder aufgebaut. Um 1200 umgestaltet (Fassade, Seitenschiffe, Glockenturm von 1246), erhielt sie im 17. Jahrhundert zwei Seitenarme, den Chor und den Vorbau.
Der Hochaltar aus weißem und gelbem Carrara-Marmor stammt von 1773, nicht von 1733. Die Seitenaltäre tragen Gemälde, die Agostino Marti zugeschrieben werden: Johannes der Evangelist (1734, rechts) und der lesende Andreas, mit der Unbefleckten Empfängnis am selben Altar (1760, links). Die Verehrung der Unbefleckten Empfängnis ist hier älter als das Dogma von 1854.
Kirche, Glockenturm und Pfarrhaus stehen mindestens einen Meter über dem alten Straßenniveau, gegen Serchio-Hochwasser erhöht; der Eingang ist über Stufen erreichbar. Der zwischen 1865 und 1903 angelegte Rasengarten mit zwei Ebenen wird durch eine Marmortreppe verbunden.
Der Glockenturm trägt die Jahreszahl 1246 und ist 28 Meter hoch; er beginnt in Stein und setzt sich in Ziegel fort bis zur zinnenbewehrten Krone, die an die Nutzung als Wehrbau erinnert. 1914 stürzte eine Zinne, wohl vom Blitz getroffen, auf die Kirche und beschädigte das Dach, woraufhin ein Blitzableiter angebracht wurde.
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