Santuario di Santa Maria di Vena, Katholischer Schrein in Vena, Italien
Das Santuario di Santa Maria di Vena ist ein katholisches Heiligtum im Weiler Vena der Gemeinde Piedimonte Etneo am Osthang des Ätna. Der heutige Bau wurde 1930 fertiggestellt; vom alten Kloster ist nur die Marienikone erhalten. Die Ikone ist auf einer Tafel aus Libanonzeder von 170 cm Höhe, 67 cm Breite und 3 cm Dicke gemalt und trägt die lateinische Inschrift „Sancta Maria, Vena omnium gratiarum, ora pro nobis“. Neben der Kirche fließt die Wasserader, die mit der Gründungslegende verbunden ist.
Der Überlieferung nach stiftete Papst Gregor I. die Anlage: Um 575–580 blieb ein Maultier mit einer aus Mascali stammenden Ikone der Gottesmutter Glykophilousa stehen und ließ Wasser entspringen; 597 ließ Gregor hier ein basilianisches Kloster errichten, das dem heiligen Andreas geweiht und „Sant'Andrea sopra Mascali" genannt wurde. Das Kloster wurde wohl nach dem Erdbeben und Ausbruch von 1169 aufgegeben; eine „Badia di Vena" ist ab dem 16. Jahrhundert belegt, ihre Ländereien wurden 1797–1798 in ewiger Erbpacht vergeben, und 1867 wurde die Abtei aufgehoben. Das heutige Heiligtum wurde 1930 vollendet.
Das Heiligtum ist ein Ort der Marienverehrung, wo Pilger zusammenkommen, um zu beten und das Quellwasser zu trinken, das die Gemeinde seit Jahrhunderten nutzt. Die Kapelle selbst wird oft als stilles Ziel für persönliche Reflexion gesucht, besonders von Menschen, die in der Region leben.
Der Besuch ist das ganze Jahr über möglich, wobei der Weg über einen natürlichen Wald führt, der zu Fuß leicht zu erreichen ist. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen und sich auf bergige Bedingungen in dieser Höhe vorbereiten.
Die Legende erzählt, dass eine Maultier, das eine heilige Ikone trug, mit seinen Hufen den Boden schlug und dabei eine Quelle hervorbrachte. Diese Begebenheit soll der Grund für den Namen Vena sein, was sich auf die natürliche Wasserader bezieht.
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