Terme Erculee, Römische Thermen in Mailand, Italien
Die Terme Erculee sind ein antikes römisches Badegebäude im Zentrum Mailands, das aus mehreren miteinander verbundenen Räumen und Becken bestand. Erhalten ist heute noch ein Abschnitt der Außenmauer des Kaltbeckens, der zwischen modernen Stadtgebäuden sichtbar ist.
Die Thermen wurden gegen Ende des 3. Jahrhunderts auf Befehl von Kaiser Maximian erbaut, als Mailand als Mediolanum zur Hauptstadt des weströmischen Reichs aufgestiegen war. Die Anlage spiegelt die städtischen Großbauprojekte wider, die in dieser Zeit in der Stadt durchgeführt wurden.
Die Thermen lagen im Herzen des antiken Mailands und waren ein Ort, an dem sich Menschen zum Baden, Gespräch und Zeitvertreib trafen. Noch heute erinnern die sichtbaren Mauerreste mitten in der modernen Stadt daran, wie das städtische Leben der Römer organisiert war.
Die sichtbaren Überreste befinden sich an einer zentralen Straße in Mailand und können von außen frei besichtigt werden. Ein kurzer Blick beim Vorbeigehen reicht aus, um die antike Mauer zu erkennen, die direkt neben modernen Gebäuden steht.
Die Thermen bedeckten 14.500 Quadratmeter, maßen 127 auf 112 Meter und hatten bis zu 1,5 Meter dicke Mauern. Ihr Grundriss ähnelte stark dem der Kaiserthermen von Trier. Das Wasser kam möglicherweise aus dem Acqualunga-Kanal oder dem Fluss Seveso. Bei der Kirche San Vito in Pasquirolo fand man ein Mauerstück und Bodenmosaiken.
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