Teatro Bellini, Opernhaus im Zentrum von Neapel, Italien
Das Teatro Bellini ist ein Opernhaus im Zentrum von Neapel mit sechs Rängen von Logen, die einen ovalen Zuschauerraum umgeben. Die Innenausstattung wurde von Giovanni Ponticelli, Pasquale Di Criscito und Vincenzo Paliotti gestaltet.
Baron Nicola Lacapra Sabelli beauftragte den Architekten Carlo Sorgente 1864 mit dem Bau des Theaters in der Via Vincenzo Bellini, im Zuge der Neugestaltung des Viertels Fosse del Grano. Eröffnet wurde es am 13. November 1864 mit dem Circo Guillaume; bis 1869 fanden dort vor allem Zirkus- und Reitvorstellungen statt. Sorgente baute es nach dem Vorbild der Opéra-Comique in Paris mit hufeisenförmigem Grundriss und fünf Logenrängen um; im Herbst 1878 wurde es mit Bellinis I puritani wiedereröffnet.
Das Theater ist nach Vincenzo Bellini benannt, einem auf Sizilien geborenen Komponisten, der in den 1820er Jahren in Neapel Musik studierte; bei der Wiedereröffnung im Herbst 1878 mit I puritani wurde es ihm gewidmet. 1879 folgte die italienische Erstaufführung von Bizets Carmen. Ein Ölporträt Bellinis von Vincenzo Migliaro hängt zwischen zwei geflügelten Figuren in der Mitte des Bühnenbogens.
Das Theater steht in der Via Conte di Ruvo, gegenüber der Akademie der Bildenden Künste, wenige Schritte von der Piazza Dante entfernt. Der Saal ist in mehreren Rängen von Logen um einen ovalen Parkettbereich angeordnet, sodass Plätze in den oberen Rängen weiter von der Bühne entfernt liegen. Es ist ein privates Theater mit eigenen Spielzeiten; prüfen Sie das Programm vor der Anreise.
Zur Wiedereröffnung 1878 erklang Bellinis I puritani, 1879 folgte die italienische Erstaufführung von Bizets Carmen. 1963 geschlossen, diente das Haus als billiges Kino, dessen Logen zu Nischen für heimliche Liebschaften wurden, bis die Gruppe um Tato Russo es 1986 erwarb und 1988 mit Brechts Dreigroschenoper wiedereröffnete.
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