Tor di Caldano, Küstenturm in Anzio, Italien
Der Turm di Caldano ist ein rundes Steinbauwerk an einem felsigen Vorgebirge entlang der Mittelmeerküste in der Nähe von Anzio. Die Struktur erhebt sich auf einem Felsen über dem Meer und markiert einen wichtigen Punkt der historischen Küstenlinie der Region.
Das Bauwerk entstand in der Mitte des 17. Jahrhunderts als Verteidigungsbau, um Schwefelminen zu schützen, die von 1569 bis 1828 in Betrieb waren. Während der Napoleonischen Kriege wurde der Turm durch britische Marineangriffen beschädigt.
Der Name Caldara stammt von den Schwefel-„caldare“ der Minen, die hier von 1569 bis vor 1828 betrieben wurden und auch dem Turm und der ganzen Gegend ihren Namen gaben. Besucher gehen heute auf den Wegen des Schutzgebiets zwischen stillgelegten Bergwerksanlagen, Schwefelquellen und Teichen und sehen noch deutsche Bunker und Schützengräben von der alliierten Landung am 22. Januar 1944.
Der Turm steht auf einem kleinen Felssporn etwa fünf Kilometer vom Zentrum von Anzio entfernt, bei Lavinio Lido di Enea, im 44 Hektar großen regionalen Naturschutzgebiet Tor Caldara. Das Gebiet umfasst auch die Reste einer römischen Villa, stillgelegte Schwefelbergbau-Anlagen, Schwefelquellen, Teiche sowie deutsche Bunker und Schützengräben von der Landung am 22. Januar 1944. Die Klippe zwischen Tor Caldara und dem Lido di Cincinnato/Tor Materno ist reich an Fossilien, die teils durch Erosion verloren gingen.
Die Gegend ist bekannt für aktive Schwefelquellen, die gelbe Verfärbungen auf der Küstenlinie hinterlassen und dem Ort einen charakteristischen Mineralgeruch geben. Diese geochemischen Aktivitäten stammen aus denselben unterirdischen Vorkommen, die Bergbauarbeiter vor Jahrhunderten ausgebeutet haben.
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