Valli Bergamasche, Bergregion in der Provinz Bergamo, Italien
Die Valli Bergamasche sind eine Gebirgsregion in den Orobischen Alpen, nördlich der Stadt Bergamo, die aus mehreren Tälern besteht, die sich von Hügelzonen bis zu felsigen Gipfeln erstrecken. Die Region umfasst Täler wie die Val Brembana, die Val Seriana und die Val Camonica, jedes mit eigenen Dörfern, Flüssen und Wanderwegen.
Diese Täler waren bereits in der Vorgeschichte besiedelt, wie Felszeichnungen und archäologische Funde in der Val Camonica belegen, die zur Prähistorischen Stätte von Valcamonica gehören. Im Mittelalter entwickelten sich entlang der Talsohlen Handelswege, die die lombardische Ebene mit den Alpenpässen verbanden.
Die Täler sind für ihren Käse bekannt, insbesondere den Formai de Mut, der auf Hochalmen noch nach alten Methoden hergestellt wird. In vielen Dörfern sieht man noch Steinhäuser mit breiten Holzdächern, die an die jahrhundertelange Weidewirtschaft erinnern.
Die meisten Täler sind über gut ausgeschilderte Straßen von Bergamo aus erreichbar, und viele Dörfer haben Parkplätze an den Taleingängen. Wer höher wandern möchte, sollte wetterbedingte Einschränkungen einplanen, da die oberen Wege außerhalb des Sommers schnell schwierig werden können.
Die Bergamasker Täler beherbergen die Bergamasker Linarie, eine Pflanzenart, die nur auf einigen Felsen der Orobischen Alpen vorkommt und sonst nirgendwo auf der Welt zu finden ist. In denselben Gebieten lebt auch die Presolana-Schnecke, eine weitere Art, deren Verbreitung auf diese spezifische Zone beschränkt ist.
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