Villa Malenchini, Barockville in Carignano, Italien
Die Villa Malenchini ist ein barockes Landhaus in der Strada Cava in Vigatto im Ortsteil Carignano von Parma. Der rechteckige Mittelbau aus dem späten 16. Jahrhundert wird von zwei schmaleren Seitenflügeln flankiert, die zwischen dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert hinzugefügt wurden. Die Südfassade zeigt ein Rokoko-Portal mit Rundbogen und geschweiftem Giebel sowie eine Terrasse mit Sandsteinbalustrade. Der 15 Hektar große Park reicht mit einer 1,5 km langen, von Hecken gesäumten Allee bis nach Felino.
Der Mittelbau der Villa entstand zwischen dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert im Auftrag der Markgrafen Lampugnani, die ab 1650 Lehensherren von Carignano und Felino waren und Cesare Baglioni mit Fresken beauftragten. Ende des 17. Jahrhunderts kaufte der Arzt Giuseppe Cervi das Anwesen, ließ es erweitern und den Park vergrößern; nach seinem Tod 1748 erbte es seine Schwester Rosa, deren Tochter Orsola Robiani Giuseppe Maria Corradi heiratete, und 1795 wurden die Corradi Cervi mit dem Markgrafentitel ausgezeichnet. 1808 wurde die Villa an Camillo und Alessandro Zileri verkauft, und 1895 schenkte Graf Edilio Raggio sie seiner Tochter Eletta Fortunata, genannt Fortuny, anlässlich ihrer Hochzeit mit Markgraf Luigi Malenchini, dessen Familie sie noch besitzt.
Der Name Malenchini geht auf Luigi Malenchini aus Livorno zurück, der 1895 Fortuny Raggio heiratete und die Villa als Hochzeitsgeschenk erhielt. Seit 2005 findet auf dem Anwesen die Gastronomieveranstaltung „De Gustibus“ statt; 2010 zeigte deren fünfte Ausgabe unveröffentlichte Zeichnungen des 17. Jahrhunderts aus der Biblioteca Palatina.
Die Villa liegt im Nordteil des Parks, in der Strada Cava in Vigatto 2 in Carignano; die 1,5 km lange Allee führt von der Fassade nach Süden Richtung Felino. Das Gelände umfasst 15 Hektar, für den Weg zwischen Kapelle, Nymphäum, Teich und Baumbeständen sollte man Zeit einplanen. Das Anwesen ist privat und öffnet bei Hochzeiten und Kulturveranstaltungen wie De Gustibus.
Die zentrale Allee des Parks ist 1,5 km lang und wird von halbrund oder kubisch geschnittenen Hecken gesäumt; an ihrem Ende rahmt eine doppelte Pappelreihe die Hügel von Felino und das Castello di Felino. Die Allee ist entgegen einer häufigen Annahme nicht mit Zypressen bepflanzt.
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