Villa Paolina, Neoklassizistische Villa in Viareggio, Italien
Die Villa Paolina ist ein neoklassizistisches Gebäude in Viareggio, das Giovanni Lazzarini 1822 mit einem quadratischen Erdgeschossgrundriss aus vier Modulen entwarf. Die seewärtige Fassade hat eine Terrasse auf einer neoklassizistischen Kolonnade, und der Eingang wird von zwei dorischen Säulen gerahmt, die einen kleinen Balkon tragen. Das Obergeschoss war ursprünglich nur auf drei Seiten geschlossen, mit einer Loggia zum Garten; deren Schließung schuf eine vierte Fassade.
Das Herrenhaus wurde zwischen 1822 und 1823 vom Architekten Giovanni Lazzarini erbaut und diente der Schwester Napoleons, Paolina Bonaparte, als Residenz. Nach ihrem Weggang 1825 durchlief die Villa verschiedene Besitzwechsel und wurde schließlich in ein Museumsgebäude umgewandelt.
Die Villa wird auch „Il rifugio di Venere“ (Zuflucht der Venus) genannt. Paolina Bonaparte wählte sie, um in der Nähe des Musikers Giovanni Pacini zu leben; sie umgab sich mit Künstlern und Musikern und veranstaltete Theateraufführungen in einem kleinen Theater im Garten. Heute beherbergt sie die Civici Musei di Villa Paolina und eine Galerie für zeitgenössische Kunst.
Die Villa liegt zentral in Viareggio neben der Piazza Shelley und ist leicht zu Fuß vom Strand und den Badeanstalten erreichbar. Der Besuch lässt sich problemlos mit einem Spaziergang entlang der Küstenpromenade verbinden.
Eine lokale Legende verbindet die Villa mit dem englischen Dichter Percy Bysshe Shelley, dessen Leichnam angeblich an diesem Strand angespült wurde. Dieses tragische Kapitel hat die Villa in der literarischen Geschichte der Stadt verankert.
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