Gauls consular road, Römische Straße in Donnas, Italien
Die Gallia-Konsularstraße ist eine antike Römerstraße in Donnas, einem Dorf im Aostatal, Italien, bei der ein erhaltener Abschnitt direkt aus dem Fels gehauen wurde. Ein Steinbogen, der den Durchgang markiert, ist noch heute begehbar und bildet zusammen mit dem felsigen Untergrund ein zusammenhängendes Straßenbild aus der Römerzeit.
Die Straße wurde in der Römerzeit angelegt, um die militärischen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Rom und dem Rhonetal über die Alpen zu sichern. Im Mittelalter wurde der Felsbogen als Toreingang befestigt und diente damit einer neuen Funktion als Kontrollpunkt für die umliegende Siedlung.
Die ins Fels gemeißelten Rillen auf der Straßenoberfläche stammen von den Rädern antiker Karren und sind noch heute gut erkennbar. Wer die Strecke abläuft, kann diese Spuren direkt berühren und sich so ein konkretes Bild davon machen, wie der Warenverkehr durch die Alpen einst funktionierte.
Der Abschnitt ist zu Fuß zugänglich und lässt sich in kurzer Zeit ablaufen, wobei festes Schuhwerk wegen des unebenen Felsbodens empfehlenswert ist. Das Licht fällt je nach Tageszeit unterschiedlich in den Felseinschnitt, sodass ein Besuch am Vormittag den Stein besonders klar zeigt.
Ein in den Fels gemeißelter Meilenstein an diesem Abschnitt trägt die Zahl 36 und zeigt die Entfernung von Aosta in römischen Meilen an. Solche Steine dienten nicht nur Reisenden zur Orientierung, sondern wurden vom Staat auch zur Kontrolle der Straßenpflege genutzt.
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