Thiene Cathedral, Kirchengebäude in Thiene, Italien
Die Kathedrale von Thiene ist eine römisch-katholische Kirche; der heutige Bau wurde 1625 wiedererrichtet und Ende des 18. Jahrhunderts von dem Architekten Ottone Calderari umfassend umgestaltet. Die Decke des Langhauses trägt 15 Gemälde venezianischer Barockmaler, darunter Giulio Carpioni und Giovanni Battista Pittoni. Daneben steht ein hoher, obeliskenartiger Glockenturm nach einem Entwurf von Sebastiano Serlio.
Eine Mariä-Himmelfahrt-Kirche bestand hier vor 1166 und war 1314 vollendet; eine Urkunde vom 27. Februar 1292 nennt sie Santa Maria de Tienis. Wegen Baufälligkeit Anfang des 17. Jahrhunderts abgerissen, wurde der heutige Dom zwischen 1625 und 1630 unter Erzpriester Carlo Rizzi errichtet. Ottone Calderari leitete den Umbau von 1792-1796, der eine Kassettendecke brachte; zwischen 1949 und 1954 wurden das Schiff erhöht und die Fassade erneuert.
Die Decke des Langhauses trägt 15 Gemälde venezianischer Barockkünstler, darunter Giulio Carpioni und Giovanni Battista Pittoni. Im nördlichen Seitenschiff hängt eine Verkündigung aus der Schule des Alessandro Maganza, und das Hauptaltarbild wurde 1590 von Matteo Grazioli gemalt. Alte Fresken der Madonna delle Grazie wurden im 18. Jahrhundert restauriert.
Die Kathedrale liegt im historischen Zentrum von Thiene, wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt. Der Sebastiano Serlio zugeschriebene Glockenturm und die angrenzende Rosenkranzkirche von 1685 sind vom selben Punkt aus erreichbar, sodass sich alle drei zu Fuss besichtigen lassen.
Der Glockenturm neben dem Dom wird Sebastiano Serlio zugeschrieben, dem Renaissancearchitekten, der für seine Architekturabhandlung bekannt ist. Dahinter steht die 1685 erbaute Rosenkranzkirche: Ihr Hauptaltarbild malte 1590 Matteo Grazioli, die Stuck- und Malereidekoration stammt von den einheimischen Künstlern Ballante (1657-1729) und Valentino Bassi.
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