Villa Capra, Palladianische Villa in Sarcedo, Italien.
Villa Capra ist ein herrschaftliches Herrenhaus in Sarcedo mit klassischen Säulen und ausgewogenen Proportionen. Der Grundriss folgt strikter geometrischer Ordnung und zeigt die kennzeichnenden Merkmale der Palladio-Baukunst.
Villa Capra wurde im 18. Jahrhundert in neoklassizistischen, von Palladio inspirierten Formen errichtet; die Jahreszahl 1764 steht am Fries der Tür auf der rechten Seite der Loggia. Der Entwurf wird meist dem Bauherrn selbst zugeschrieben, dem Grafen und Amateurarchitekten Orazio Claudio Capra, doch Archivzahlungen an Ottavio Bertotti Scamozzi von 1762 und 1764 belegen dessen Rolle beim Entwurf und bei der Bauleitung. Ein früherer Entwurf von Francesco Muttoni liegt in denselben Thieneer Archiven. 1850 verkaufte die Familie Capra die Villa an Giuseppe Bassani.
Die Villa trägt den Namen der Familie Capra, die sie 1850 an Giuseppe Bassani verkaufte; sie blieb im Besitz seiner Nachkommen, der Familie Fortunato-Toscan. In regionalen Verzeichnissen heißt sie Villa Capra, Colleoni Porto, Bassani, Fortunato-Toscan. Die Fresken in Vestibül und Salon, Giacomo Ciesa zugeschrieben mit Quadraturen von Paolo Guidolini, stammen von etwa 1790.
Die Villa liegt in Sarcedo in der Provinz Vicenza, umgeben von einer Mauer und flankiert von zwei Fischteichen; das Eingangstor steht auf der Brücke über dem Teich. Die Loggia liegt im Hauptgeschoss, das über die von Statuen bekrönte Treppe erreicht wird, und der Salon verläuft quer zur Fassade. Die Jahreszahl 1764 steht am Türfries auf der rechten Seite der Loggia.
Der Salon liegt quer zur Fassadenachse, eine szenografische, für die venezianische Tradition untypische Lösung. Die Jahreszahl 1764 steht am Türfries auf der rechten Seite der Loggia. Archivzahlungen an Ottavio Bertotti Scamozzi von 1762 und 1764 belegen seine Rolle bei Entwurf und Bau.
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